Reiseerinnerungen.

Monat: April 2026

Nach Bad Orb – und Ende der Etappe

Erstmal zum Abendessen gestern: die berühmte Krautwurst war … okay … aber sicher kein kulinarisches Highlight. Aber wir waren satt und ein leckeres dunkles Bier vom Fass gabs obendrein.

Die letzte Tagestour zur Endstation in Bad Orb führte uns über den höchsten „Berg“, den wir im Spessart überqueren: den Horst. „Berge“ gibt’s im Spessart aber sowieso nicht… eher so was wie sanfte, bewaldete Hügel. Schweisstreibend wars trotzdem – war der wärmste Tag.

Und jetzt sitzen wir schon im völlig überfüllten Nahverkehrszug zurück nach Stuttgart. Selber schuld, wer ist auch so blöd und fährt am Freitag Nachmittag Bahn? Aber: die beiden Anschlüsse (Bus auf Bahn auf Bahn) haben funktioniert!

Die nächste Etappe führt wieder in den Süden, in Richtung Haldenwanger Eck hinter Oberstdorf.

Zwischen Preussen und Bayern…

Heute gings ziemlich lange immer entlang der Landesgrenze (LG) von 1871 zwischen den Königreich Bayern (KB) und dem Königreich Preussen (KP). Alle paar hundert Meter ein Grenzstein. Man könnte meinen, da herrschte ein gewisses Mißtrauen…

Ansonsten war das heute mit 17km die kürzeste Etappe. Genug Zeit für eine Fußkühlung in Flörsbach.

Heute Abend gibt’s noch die berühmte Krautwurst hier im Flörsbacher Hof (https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/zwischen-spessart-und-karwendel/krautwurst-rezept-100.html). Ist mit Wildschwein -also auch ökologisch absolut empfehlenswert! Jetzt muss sie nur noch schmecken…

Von Weibersbrunn nach Habichtsthal

Ein Traumwetter hatten wir heute. Sonne pur und Temperaturen von 10 Grad morgens bis kurz unter 20 Grad nachmittags. Optimales Wanderwetter also.

Die Sicherstellung des leiblichen Wohls dagegen gestaltete sich etwas schwierig. Unser heutiges Tagesziel, der Gasthof Zur Frischen Quelle in Habichtstal hat Mittwochs Ruhetag. Das nächste Restaurant liegt 2km entfernt und hat ausserplanmäßig auch geschlossen. Im einzigen Ort auf dem Weg, Heigenbrücken, haben auch alle Restaurants geschlossen. Alle ausser das Berg Cafe. Da gabs eine Erbsensuppe und einen eingeschweissten Verschberteller für Abends. Nochmal Glück gehabt und den Hungertod abgewendet.

Zum Schluss noch ein paar Bildchen vom Weg – es waren wieder ca 20 km mit einem etwas fiesen Aufstieg kurz vor Schluss.

Zur Belohnung gabs in der Frischen Quelle zwei Bierchen auf der Dachterasse.

Das Wirtshaus im Spessart

Früher waren die Räuber im Wald. Heute könnte man meinen, sie sitzen vor dem Schloss und kassieren Wegezoll. Jedenfalls waren uns 7 EUR zu teuer, darum haben wir uns das Schloss Mespelbrunn – alten Menschen bekannt aus dem „Wirtshaus im Spessart“ – nur von außerhalb des Gartenzauns angeguckt.

Die Etappe war deutlich entspannter als gestern. Waren zwar auch fast 20km, aber weniger Höhenmeter und mehr als die Hälfte war fast ganz ohne Steigung.

Oh, und noch was zur Übernachtung gestern im Löwen in Eschau. Prima Zimmer, lecker Frühstück (ich habs eingepackt, weil ich morgens nichts esse) – und das alles für 53 EUR pro Person. Schnapper! Soll keiner sagen, in Deutschland könne man nicht günstig Urlaub machen! Und furchtbar nett waren die Wirtsleute auch noch.

Von Miltenberg nach Eschau

War ja klar.

Okay, der Umstieg in Lauda funktionierte noch problemlos. Aber in Stadtprozelten, einem Nest am Main irgendwo vor Miltenberg blieb der Zug dann stehen. Erst um einen entgegen kommenden Zug vorbeizulassen und dann – wie uns der hörbar genervte Zugführer mitteilte- aufgrund „irgendwelcher Problem im Stellwerk“.

Also stiegen wir aus und liefen einfach direkt los. So konnten wir noch einen Abstecher auf die Henneburg machen.

Hinter der Burg ging es stetig ansteigend in dem Spessart. Die Temperaturen waren etwas frisch , aber wenns bergauf geht wird es einem sowieso warm.

20km, 560 Höhenmeter und knapp 5 Stunden später kamen wir in Eschau an. Und standen vor verschlossener Türe – der Löwen macht erst um 17:00 auf.

Also gings noch in die lokale Kneipe auf ein Bier und eine Bockwurscht.

Auf geht’s zur nächsten Etappe

Montag morgen 05:30h. Draussen pfeiffen die ersten Vögel im morgendlichen Nebel. Das Klingeln des Weckers reißt mich aus dem Schlaf…

Auf geht’s zur nächsten Etappe, diesmal durch den Spessart. Aber erst per Deutschland Ticket nach Miltenberg, der letzte Stopp am Main zwischen Odenwald und Spessart. The Adventure Deutsche Bundesbahn is about to start.

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