Reiseerinnerungen.

Monat: Mai 2026

Von Sonthofen nach Oberstdorf – 19.05.26

Ich weiss, falsche Reihenfolge, aber mir fehlen noch zwei Tagestouren auf dem Weg nach Süden. Und eine war am Dienstag dran. Es ging wieder mal entlang der Iller – ehrlich gesagt nach der Wanderung am Vortag irgendwie langweilig…

Darum halte ichs kurz. Bin den hunderten EBikern so gut es ging ausgewichen, habe am Illerutsprung (bei Oberstdorf, dort fliessen Trettach, Stillach und Breitach zusammen und bilden dadurch die Iller) meine Füssen gebadet und war nach 15km in Oberstdorf. Einen Kaffee geschlürft und zurück zum Gasthof.

Zum Haldenwanger Eck (fast…) – 18.05.26

Schlechte Nachrichten, schon am Vorabend. Der Wirt meinte, wegen der Eisheiligen liegt zu viel Schnee im Aufstieg zum Haldenwanger Eck, so dass ich nicht hinkommen werde. Egal, ich versuche es trotzdem.

Bestes Wanderwetter! Schon nach kurzer Zeit laufe ich im T-shirt, bestens. Der Weg geht erst auf einem kleinen Pfad durch den Wald, danach auf einer schmalen (leider asphaltierten) Straße. Es ist früh, keine Sau ausser mir ist unterwegs. Herrlich!

Der Weg steigt nur ganz sanft an, erst nach der Alpe Haldenschwang (war noch geschlossen) nach rund 7km wirds dann steiler. Vorher traf ich aber noch ein paar nette Gesellen…

Und dann – ca. 2,5 km vor dem Ziel – ging es auf den Gebirgspfad. Und bald danach in die ersten kurzen Schneefelder bei ziemlich rutschigem Untergrund und verdammt steilem Anstieg. Da kommt ein alter Mann ins Schwitzen. War am Anfang aber alles noch ok, der langsame Esel macht das Rennen. Aber rund 1km vor dem Haldenwanger Eck hatte ich dann doch endgültig die Hosen voll.

Jaja, sieht nicht so wild aus… aber links gings verdammt steil nach unten, es war echt rutschig und ich war alleine… Better safe than sorry. Also Endstation.

Gleicher Weg zurück, war in den Schneefeldern bergab noch etwas rutschiger als bergauf. Aber alles im Rahmen. Schöne Wanderung, am Schluss ein geiles Panorama und kein Mensch unterwegs. Einfach schön.

Und weiter geht’s… auf in die Allgäuer Hochalpen – 17.05.26

Erstmal zur Erklärung, warum ich heute erst schreibe: im Gasthof Einödsbach gibt’s kein Internet – oder zumindest nicht genug. Für Textnachrichten via WhatsApp reichts, aber für alles andere nicht.

Okay, jetzt aber zur Sache, Schätzchen. Am Sonntag morgen gings wieder zum Bahnhof- alt bekannt Umsteigen in Ulm und dann bis Oberstdorf. Aber Obacht! Der hintere Zugteil bleibt in Kempten stehen … ich habs rechtzeitig gemerkt 😉. Wir standen aber sowieso wegen ein paar 🐑 🐑 fast eine Stunde in Kempten.

Einige böse Worte von genervten Mitreisenden an das Zugpersonal später stapfte ich in Oberstdorf los. Vollgepackter Rucksack am Rücken, 400 Höhenmeter und 13km vor mir. War aber ein schöner Weg durch den Wald, an der Skischanze vorbei und dann nochmal ein steiler Anstieg zum Gasthof.

Ein wirklich nettes Gasthaus mit einen wunderschönen Blick auf die Berge.

Mehr gibt’s morgen – ich muss jetzt zurück ins Tal der Ahnunglosen…

Nach Martinszell

Heute gings früh los – um 07:15h ein kurzer Kaffee an der Tanke und los gings. Erster Zwischenstopp Cambodunum – also die Ausgrabungen und Rekonstruktionen des römischen Kempten.

Blöderweise war ich zu früh und die Rekonstruktion des Tempelbezirks (hinter der Mauer oben) war noch nicht offen. Der frühe Vogel und so…

Danach gings wieder runter zur Iller und immer der Nase nach.

Und dann zurück per Bahn, Abfahrt 12:30h ab Martinszell.

Zurück im Süden

Noch sechs Etappen fehlen im Süden auf dem Weg zum Haldenwanger Eck… Und Ende Mai habe ich ein Zimmer im Gasthof Einödsbach für die letzten beiden Etappen gebucht. Höchste Zeit also, die vier Etappen bis dorthin in Angriff zu nehmen.

Start heute morgen 07:10h mit dem Bus nach Esslingen, dann Regionalexpress nach Ulm und anschließend mit dem Diesel RE 75 bis Kempten. Und dann noch den Bus nach Altusried. Uff.

Lob an die Deutsche Bahn: hat alles gut geklappt und Sitzplätze hatte ich auch. Trotzdem war die Anfahrt fast so lang wie die Wanderung.

Die führte bei bestem Wanderwetter gemächlich an der Iller entlang:

Übernachtet wird im smart Motel in Ursulasried. Moment… smart? Haben die überhaupt die Namensrechte?

Ausserdem hab ich nen Mords-Durst, aber der Getränkeautomat nimmt nur Münzen (wer hat denn noch so was?) und ausserdem ist nur Zuckerzeugs drin. Hmpf… naja, ich geh gleich zum Italiener nebenan, da gibt’s bestimmt ein Hefeweizen!

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