Die Drei Schwestern sind wohl das bekannteste Wahrzeichen der Blue Mountains – aber hier gibt es so viel mehr. Ein absolutes Wander-Paradies, in dem man locker eine ganze Woche verbringen kann. Der Grand Canyon Walk, den ich gemacht habe, ist die wahrscheinlich schönste Wanderung, die ich je gemacht habe. Die Natur ist von einer fast überirdischen Schönheit. Und hunderte andere Wanderungen wären noch zu machen.
Das Hunter Valley liegt nordwestlich von Sydney und ist Australiens ältestes Weinanbaugebiet. Damit wir ordentlich probieren können haben wir eine Tour mit Pickup von unserem Motel in Cessnock gebucht. Erst gabs vier Weine mit Käse, dann vier zum Mittagessen, anschließend vier mit Schokolade… und zum Abschluss noch einen Stopp bei einer Destille – Gin, Wodka und Schnaps 🤪
War aber alles sehr lecker und wir hatten viel Spaß, auch wenn die anderen vier Teilnehmer dann doch ein klein wenig jünger waren als wir.
Noch ein Stück weiter zurück nach Süden… und es wird wieder immer kälter – zumindest für australische Verhältnisse. Etwas unter 10 Grad heute Nacht und rund 17 tagsüber. Gestern Abend gabs leckeres Essen und ein Tasting Paddle bei Devil’s Hollow Brewery. Und heute waren wir im Taronga Zoo – der war leider etwas enttäuschend, zumindest verglichen mit dem Australia Zoo, in dem Yvonne bei Brisbane war (siehe weit, weit unten in diesem Blog).
Tasmanischer TeufelAug‘ in Aug‘ mit dem EmuEin Wallaby müsst man sein – den ganzen Tag nur abhängen
Im Outback von New South Wales gelegen ist Lightning Ridge gemeinsam mit Cooper Pedy eine der größten Fundstellen für Opale in Australien und weltweit. Und weil die Suche nach Opalen nicht sinnvoll kommerziell möglich ist, trifft man dort viele „schräge Vögel“ und Glücksritter. Das Bergwerk eines der schrägen Vögel haben wir besucht. Ein Brite namens Ron Canlin hat dort unzählige Figuren in den Stein gehauen. Echt irre.
Nachts sind wir bei klarem Himmel und vor Mondaufgang ein wenig aus dem Ort in die Dunkelheit gefahren… was für ein Sternenhimmel! Millionen von Sternen und die Milchstraße war von Horizont bis Horizont sichtbar 😯! Ich habs fotografiert… sieht auf dem ersten Blick einfach nur schwarz aus 🧐, aber wenn ihr das Bild im Dunklen betrachtet, dann bekommt ihr eine Vorstellung, wie das aussah.
Nach einem Zwischenstopp in Gladstone samt Beertasting (das Saison Ale war echt lecker 😋) ging es zurück nach Brisbane. Kontrolltermin für mein Auge (ist weiter auf dem Weg der Besserung), aber wir haben die Zeit natürlich auch genutzt um Brisbane besser kennenzulernen. Brisbane ist eine unglaublich dynamische und schnell wachsende Stadt, die aber gleichzeitig viele der charmanten alten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert erhalten hat.
Tasting Von diesen Echsen laufen jede Menge rumEine von vielen alten Kirchen EatstreetEatstreet – Bands und jede Menge leckeres Essen
Rund 700 Kilometer weiter südlich aber immer noch Teil des Great Barrier Reefs liegen die Whitsunday Islands, unser nächstes Ziel. Mit einem grossen Katamaran ging es über Dream Island und Hamilton Island zu Whitehaven Beach. Vor 30 Jahren, als ich zum ersten Mal hier war, ein unglaubliches Paradies. Heute… immer noch wunderschön aber leider auch belagert von einer Unzahl an Touristenschiffen und privaten Yachten und laufend überflogen von Hubschraubern.
Der Vogel war auf dem Dach unserer Cabin unterwegs
Wieder ging es über die Fähre in den Daintree National Park. Diesmal erst in das Daintree Discovery Center – ein Baumwipfelpfad durch den Regenwald. Danach hatten wir ein Fruit Tasting – ich konnte mir nicht alle Früchte merken, aber dabei waren Black und Yellow Sapote, Sour Sop (sehr lecker!), Kakaobohnen (die haben im frischen Zustand aussen rum ein sehr leckeres wenn auch recht dünnes Fruchtfleisch), Jackfruit, Brotfrucht und einige andere, deren Namen ich vergessen habe 😏
Im Anschluss sind wir noch zur Daintree Icecream Company gefahren und haben Eis aus Yellow Sapote, aus Wattle Seed und Passionsfrucht probiert 😋
Am zweiten vollen Tag ging es mit der Fähre über den Daintree River in Richtung Norden nach Cape Tribulation. Yvonne hat eine Schnorchel Tour gemacht, von der sie Euch unten erzählen wird (ich verrate schon mal dass sie echt schier Unglaubliches gesehen hat 😃). Ich durfte wegen meines Auges nicht mitschnorcheln und bin statt dessen die Strände entlang gewandert.
Wir waren gerade mal 10 Minuten gefahren, da sind schon 2 Wale ca. 5 Meter von unserem Boot vorbeigeschwommen. Kurze Zeit später kam ein Buckelwal direkt auf uns zu. Er ist vertikal hoch gesprungen, so dass wir fast den ganzen Wal sehen konnten. Das hat er ganze 4 Mal hintereinander gemacht und danach hat er viele Male mit seiner Seitenflosse „gewunken“. Das war wie eine extra Show speziell für uns 🤩
Und als krönender Abschluss, bin ich durch wunderschöne Korallen und viele verschiedene Fische geschnorchelt und mit zwei Schildkröten geschwommen🐢
Am ersten vollen Tag in Daintree war vormittags eine Bootsfahrt auf dem Daintree River angesagt. Natürlich auch hier mit Krokodilen – aber diesmal vor allem ein paar winzig Kleine. Die Kerlchen leben ziemlich gefährlich und werden zu 90% von Fischen, Vögeln und den eigenen Eltern verspeist. Aber auch anderes Getier war unterwegs…
Ein Kingfisher oder Eisvogel😳 Die war riesig – ungefähr so groß wie meine Hand
Nachmittags waren wir in der Mossmann Gorge und haben einen „Dreamtime Walk“ mit einem Aboriginee gemacht. Ich erspare Euch die vielen Geschichten und Weisheiten, die er uns direkt im Regenwald und teilweise an deren heiligen Stätten erzählt hat. Wir fanden die Führung aber beide wirklich sehr spannend und lehrreich.
Nein, das ist keine Deutsche Flagge, sondern natürliche Farben zur rituellen Bemalung
Im Anschluss gabs noch ein profanes Bad im wunderschön kühlen und klaren Wasser (das hat Trinkwasserqualität) im Mossman River.
Daintree? Nein, keine unbekannte Baumart, sondern ein Fluß und Nationalpark ganz im Nordosten von Australien, auf dem “ Zipfel“ oben rechts auf der Karte. Der Daintree Rainforest ist nach Bekundung der lokalen Ranger der älteste Regenwald der Welt. Und wow, die Pflanzen- und Tierwelt hier ist wirklich beeindruckend. Darum haben wir auch gleich drei Tage hier verbracht und uns eine nette Unterkunft in Daintree mitten im Regenwald gesucht.
Blick auf den Daintree National Park (im Hintergrund) bei der AnfahrtUnser Häuschen im Regenwald